MCB Rassestandard

Der präzise Rassestandard des MCB: Ein maßgeschneidertes Leitbild für Perfektion

  1. Inhalt
  2. Kurzhaarrassen
  3. Glatthaar
  4. Crested/Schopf
  5. Rosette
  6. Rex
  7. US Teddy
  8. CH Teddy
  9. Langhaarrassen
  10. Sheltie
  11. Texel
  12. Coronet
  13. Merino
  14. Peruaner
  15. Alpaka
  16. Angora
  17. Mohair
  18. Satin
  19. Genformeln
  20. Farben und Zeichnungen
  21. Liebhaberklasse
  22. Copyright

M C B e. V.

Meerschweinchenclub Bayern e. V.

Sitz: 93476 Blaibach

STANDARD FÜR RASSE-MEERSCHWEINCHEN

Erstellt und aktualisiert von der Standard-Kommission des MCB e.V. auf der Grundlage des

Meerschweinchen-Zuchtstandards des OnlineCaviaClub.

Wir bedanken uns bei dem OCC für die Genehmigung der Übernahme des zum Teil bereits erstellten Standards als Grundgerüst für diesen vereinseigenen Showstandard.

Dieses Standardwerk bezieht sich auf Show- und Zuchtziele und dient der Überprüfung und Kontrolle der Zucht- und Showtiere. Dies geschieht in Form von Ausstellungen mit Beurteilung von Zuchtwarten bzw. Preisrichtern.

Inhaltsverzeichnis

 

A) Allgemeine Beschreibung vom Körperbau

B) Bewertung von Rassemerkmalen, Farbe oder Zeichnung

I) Bepunktung

II) Prädikate

III) Grundregeln für Abzüge bei der Bewertung

Zu (1): Typ + Bau:

Zu (2): Kopf, Augen + Ohren:

zu (3-5): Rassespezifische Merkmale:

zu (6): Kondition + Pflege:

C) Rassen

  1. Kurzhaarige Varianten

Glatthaar

Crested/Schopf

Rosette

Rex

US-Teddy

Schweizer Teddy /CH-Teddy

  1. Langhaarige Varianten

Sheltie

Texel

Coronet

Merino

Peruaner

Alpaka

Angora

Mohair

  • Satin

Erläuterungen zu den genetischen Formeln:

D) Farben und Zeichnungen

I) Agouti

Goldagouti

Grauagouti

Lemonagouti

Silberagouti

Schwarz Sableagouti

Salmagouti

 

Orangeagouti

Cremeagouti

Cinnamonagouti

Schoko Sableagouti

Beigeagouti

II) Argente

Slate Blue-Gold Argente

Slate-Blue-Safran-Argente

Slate-Blue-Weiß-Argente

 

Slate Brown-Gold Argente

Slate-Brown-Safran-Argente

Slate-Brown-Weiß-Argente

 

Lilac-Gold-Argente

Lilac-Safran-Argente

Lilac-Weiß-Argente

 

Beige-Gold-Argente

Beige-Safran-Argente

Beige-Weiß-Argente

 

Slate Blue Sable-Weiß-Argente

Lilac Sable-Weiß-Argente

Slate Brown Sable-Weiß-Argente

Beige Sable-Weiß-Argente

 

 

III) Solid Agouti

 

Solid Goldagouti

Solid Grauagouti

Solid Silberagouti

Solid Schwarz Sableagouti

Solid Salmagouti

 

Solid Orangeagouti

Solid Cremeagouti

Solid Cinnamonagouti

Solid Schoko Sableagouti

Solid Beigeagouti

 

 

IV) Solid Argente

 

Solid Slate Blue-Gold Argente

Solid Slate-Blue-Safran-Argente

Solid Slate-Blue-Weiß-Argente

 

Solid Slate Brown-Gold Argente

Solid Slate-Brown-Safran-Argente

Solid Slate-Brown-Weiß-Argente

 

Solid Lilac-Gold-Argente

Solid Lilac-Safran-Argente

Solid Lilac-Weiß-Argente

 

Solid Beige-Gold-Argente

Solid Beige-Safran-Argente

Solid Beige-Weiß-Argente

 

Solid Slate Blue Sable-Weiß-Argente

Solid Lilac Sable-Weiß-Argente

Solid Slate Brown Sable-Weiß-Argente

Solid Beige Sable-Weiß-Argente

 

 

V) Tan

 

Black Tan

Black Otter/Lux

Silver Fox

Schwarz Sable Fox

 

Schoko Tan

Schoko Otter/Lux

Schoko Fox

Schoko Sable Fox

 

Slate Blue Tan

Slate Blue Otter/Lux

Slate Blue Fox

Slate Blue Sable Fox

 

Lilac Tan

Lilac Otter/Lux

Lilac Fox

Lilac Sable Fox

 

Slate Brown Tan

Slate Brown Otter/Lux

Slate Brown Fox

Slate Brown Sable Fox

 

Beige Tan

Beige Otter/Lux

Beige Fox

Beige Sable Fox

 

 

III) Vollfarben bzw. Einfarbige

Schwarz

Sepia Schwarz

Slate Blue

Lilac

 

Schoko

Sepia Schoko

Slate Brown

Beige

 

Rot

Gold FA

Gold p.e.

Buff

Safran

Creme

Weiß d.e.

Weiß p.e.

 

IV) Zeichnungstiere:

Weiss-Scheckung

Schildpatt

Japaner

Brindle

Weitere Varianten zweifarbige Tiere

Magpie

Harlequin

Himalaya oder Russenmeerschweinchen

Sable

Letalfaktor

Dalmatiner

Schimmel:

Genetik der Farben

Dominanz bei der Farbvererbung

Augenfarbe

E) Liebhaber- und Hausmeerschweinchen

Beschreibung

Beurteilung

COPYRIGHT des Standards

  1. Allgemeine Beschreibung vom Körperbau

Ein Meerschweinchen ist vom Körperbau her im Vergleich zu anderen Tierarten, insbesondere in seiner Größenordnung, verhältnismäßig kräftig und gut bemuskelt.

Die Tiere haben insbesondere einen breiten Kopf, einen kurzen, kräftigen Nacken eine auffallend gut bemuskelte und dadurch breit erscheinende Schulterpartie.

Der kurze und kräftige Bau des Tieres wird unterstrichen durch eine ebenfalls breite Brust- und Rippenpartie. Der Rücken ist ebenfalls breit, sollte jedoch nicht zu lang sein und geht in die schön abgerundete, kräftige Hinterhand über.

Die Beine sind kurz, gerade und kräftig. An den Vorderfüssen haben die Meerschweinchen jeweils vier Zehen, an den Hinterfüssen nur jeweils drei.

Der Kopf ist kräftig und zeigt eine ansehnliche Breite zwischen Augen und Ohren. Die Schnauze soll abgerundet und stumpf sein und das Nasenbein gebogen.

Die unbehaarten Ohren sind groß und werden hängend getragen.

Die Augen sind groß und glänzend.

Das Meerschweinchen hat im Ober- und Unterkiefer jeweils zwei Schneidezähne und auf jeder Seite vier Backenzähne.

  1. Bewertung von Rassemerkmalen, Farbe oder Zeichnung

 

Die Bewertung besteht immer aus einer Bepunktung (Abzug je nach Schwere des Fehlers) und einer Erklärung des Richters,, worin der Fehler besteht.

Unterstrichene Erklärungen führen zur Disqualifikation.

I) Bepunktung

(1) Typ + Bau 20 Punkte

(2) Kopf, Augen + Ohren 15 Punkte

(3) Fell (Dichte, Länge etc) 15 Punkte

(4) Fellstruktur (Wirbel etc) 20 Punkte

(5) Farbe, Pigmentierung 20 Punkte

(6) Kondition + Pflege 10 Punkte

-----------------

100 Punkte

II) Prädikate

Vorzüglich = V -> 100-98 Punkte

Hervorragend = HV -> 97,5 -94 Punkte

Sehr gut = SG -> 93,5-90 Punkte

Gut = G -> 89,5-86,5 Punkte

Ausreichend = A -> 86-80 Punkte

Ungenügend = UNG -> 79,5-0

Disqualifiziert = DIS -> Ausschluss-Fehler, Krankheit, Trächtigkeit, Säugezeit der

Mütter, unterschrittenes Mindestgewicht (siehe Ausstellungsordnung) oder Manipulation liegt vor

III) Grundregeln für Abzüge bei der Bewertung

Zu (1): Typ + Bau:

Fehler :

- zu kurzer, langer oder schmaler Bau

- zu eckige oder flache Hinterhand

- zu schwach ausgebildete Schulterpartie

- zu lange Beine

- zu schwache Vorderfüsse

- zu krumme Krallen

Ausschluss-Fehler:

- überzählige oder fehlenden Krallen oder Zehen

- Senkrücken

- Gebissabweichungen (insbesondere bei den Schneidezähnen)

Zu (2): Kopf, Augen und Ohren

Fehler:

- zu schmaler Kopf und Schnauze

- zu wenig gebogenes Nasenbein

- zu kurzes Nasenbein

- zu tiefliegende Augen

-1 hängendes Augenlid („Fettauge“, „Rolllid“)

- zu schmale Augen („Schlitzaugen“)

- zu schlecht getragene Ohren („Stehohren“)

- gefaltete Ohrränder („Faltohren“)

- behaarte Ohren

- starke Welle der Ohren („Rosenohren“)

Ausschluss-Fehler:

-2 hängende Augenlider („Fettaugen“, „Rolllider“)

- 2 starke „Faltohren“

- 2 extreme „Stehohren“

- zu sehr beschädigte Ohren beidseitig, so dass nicht mehr erkannt werden kann, wie die Ohren getragen werden

zu (3-5): Rassespezifische Merkmale:

siehe bei den einzelnen Rassen und Farben

zu (6): Kondition + Pflege:

Fehler:

- zu fett oder zu mager

- starke Verschmutzung

- zu lange Krallen

Ausschluss-Fehler:

- Behinderung

- Parasitenbefall

- Pilzbefall

- größere offene Wunden (mit oder ohne Schorf)

- größere kahle Stellen

C) Rassen

I) Kurzhaarige Varianten

Allgemeine Ausschlussfehler:

Kahle Stellen

 Glatthaar:

a) Beschreibung:

Das Glatthaar ist der Urtyp der verschiedenen Rassen, es hat kurzes, glattes, dichtes Haar, das waagrecht anliegen und keine Wirbel zeigen soll. Die Behaarung dieser Tiere ist anliegend, weich und glänzend. Die Haarlänge beträgt + - 3 cm, bei creme und weiß auch etwas länger und besteht aus weichem Unterhaar und groben Deckhaar.

Vom Typ her sollen sie kräftig und gut bemuskelt sein, breite Schultern und einen kompakten Bau zeigen.

Der Kopf soll harmonisch sein, mit großen Augen, einem leicht gebogenem Nasenbein, großen, hängenden Ohren.

Diese Rasse kam bereits 1580 nach Europa und wird in England seit über 300 Jahren auf Schauen gezeigt.

b) Gen .Formel :

LL Sn_ stst Rx_ rhrh Td_ Ch

c) Rassespezifische Merkmale:

(zu 3) Felldichte

(zu 3) weiche, gleichmäßige Fellstruktur

(zu 4) keine Wirbel

d) Fehler:

- zu lange Haare

- Grannenhaare

e) Ausschluss-Fehler:

- Wirbel

- Kiemen

- Haarfallfehler

- Backenbart

Crested/Schopf

a) Beschreibung:

Das Crested ist ein Kurzhaarmeerschweinchen mit einer Stirnrosette, auch Krone genannt, welche ihr Zentrum in einem gedachtem Kreuz zwischen Augen und Ohren haben soll. Das Zentrum soll möglichst klein und dicht sein, die Krone gleichmäßig rund und groß.

Typ und Bau entspricht dem Glatthaarmeerschweinchen.

Man unterscheidet

-American Crested: Das American Crested soll eine gleichmäßig weiße Krone haben, wobei das restliche Tier einfarbig (nicht weiß) ist.

-Englisch Crested: Das English Crested ist komplett einfarbig.

- Crested: Das Crested kann zwei oder dreifarbig sein, die Farbe der Krone hat keine Bedeutung. Das Crested ist in allen Kurzhaarrassen vertreten, z.B. Rex Crested

b) Gen. Formel :

L_ Sn_ St_ Rx_ rhrh Td_ Ch_

c) Spezifische Rassemerkmale:

(zu 3) siehe Glatthaar

(zu 4) Lage der Krone

(zu 4) Farbe, Größe und Form der Krone

d) Fehler:

- offener Kronenmittelpunkt

- schlechte Lage der Krone

- zu kleine Krone

- zu geringe Haardichte in der Krone

- zu lange Haare am Körper

- Haarfallfehler

e) Ausschluss-Fehler:

- Fehlwirbel am Körper

- zu viele Stirnrosetten

- zu offenes Zentrum

- zu hohe oder niedrige Lage der Krone

- Kiemen

- Backenbart

- Spaltkrone

 Rosette:  Zeichnung!

a) Beschreibung:

Das Rosettenmeerschweinchen hat kurzes, borstiges Fell. Es soll mindestens 8 Körperwirbel (auch Rosetten genannt) haben die möglichst gleichmäßig über den Körper verteilt sein sollen. Die Wirbelzentren soll möglichst klein und dicht sein, die Haare von zwei Rosetten sollen möglichst mittig zu senkrecht stehenden Kämmen zusammenlaufen.

Diese Rasse zeigt mindestens 8 in zwei Viererreihen über Körpermitte und Hinter- u. Hüftteil, zwei Backenwirbel, einen Kopfwirbel. Zur Erhöhung des Wertes zwei Schulterwirbel und zwei Nasenwurzelwirbel. Die Schnittpunkte der im besten Fall kreisförmigen Wirbel bilden so genannte Kämme. Das Fell ist harsch (außer beim Satin), die Haarlänge beträgt etwa 3,5 cm.

Der Typ und Bau soll dem Glatthaar entsprechen.

Die Rosetten oder Abyssinian gehören zu den ältesten Zuchtrassen. Sie sind in England bereits seit 1861 bekannt.

b) Gen. Formel :

L_ Sn_ stst Rx_ Rh_ Td_ Ch_

c) Spezifische Rassemerkmale

(zu 3) Fell-Länge, Fell-Dichte

(zu 4) Wirbelzentren

(zu 4) Wirbelanordnung

(zu 4) Wirbelanzahl

d) Fehler:

- zu weiche Behaarung

- zu kurze Behaarung

- undeutliche Wirbelmittelpunkte

- zu schlechte Kammbildung

- Doppel-Wirbel

- Strichwirbel (Zentrum strichförmig, nicht als Punkt)

- Offene Rosettenmittelpunkte (Zentrum zu groß)

- Fehlende Rosetten

- asymmetrische Anordnung der Rosetten

e) Ausschluss-Fehler:

- 4 oder weniger Wirbel

- 2 oder mehr Doppelwirbel

 Rex:

a) Beschreibung:

Der Rex hat ein kurzes, in sich gewelltes, drahtiges Fell, welches gleichmäßig senkrecht vom Körper abstehen soll. Das Bauchfell soll eine schöne Kräuselung zeigen

Vom Typ und Bau sollen sie dem Glatthaar entsprechen. Wobei der Kopf etwas stumpfer sein darf.

Das Gen, welches für die Kräuselung des Fells zuständig ist, ist dasselbe wie beim Texel, der langhaarigen Kraushaarvariante.

Der Rex lässt sich vom US-Teddy nur sehr schwer unterscheiden. Allerdings sind unterschiedliche Gene für die Kräuselung verantwortlich. Auch soll der Rex harscher in der Fellstruktur sein als der US-Teddy.

b) Gen. Formel :

L_ Sn_ stst rxrx rhrh Td_ Ch_

c) Rassespezifische Merkmale:

(zu 3) gleichmäßige Haarlänge

(zu 3) Haardichte

(zu 4) Haarstruktur (Harschheit)

d) Fehler:

- etwas weiche Behaarung

- zu glatte Behaarung

- zu dünne Behaarung, vor allem am Bauch

- Scheitel/Sattelbildung

e) Ausschluss-Fehler

- Fehlwirbel

- Zu weiches Haar

- extremer Sattel/Scheitel

US-Teddy:

a) Beschreibung:

Der US-Teddy hat ein in sich gewelltes, dichtes, senkrecht vom Körper abstehendes Fell, welches dem Rexfell sehr ähnelt, allerdings ist das US-Teddy Fell etwas kürzer und flauschiger, die Bauchkräuselung ist meist auch nicht so ausgeprägt. Der US-Teddy ist äußerlich kaum vom Rex zu unterscheiden. Sein Fell ist lediglich feiner und noch dichter.

Rexe und US-Teddys sind nicht miteinander verwandt und sollten auch nicht miteinander verpaart werden. US-Teddys sind genetisch nicht identisch mit Rexen.

Vom Typ und Bau sollen sie dem Glatthaar entsprechen.

b) Gen. Formel :

L_ Sn_ stst Rx_ rhrh tdtd Ch_

c) Rassespezifische Merkmale

(zu 3) gleichmäßige Haarlänge

(zu 3) Haardichte (dichter als Rex)

(zu 4) Haarstruktur (weicher als Rex)

d) Fehler:

- zu weiche Behaarung

- zu glatte Behaarung

- zu dünne Behaarung, vor allem am Bauch

- Scheitel-/Sattelbildung

e) Ausschluss-Fehler:

- Fehlwirbel

- Zu wenig Haardichte

- extremer Sattel/Scheitel

Schweizer Teddy /CH-Teddy

a) Beschreibung:

Der CH-Teddy hat ein in sich gewelltes, dichtes, senkrecht vom Körper abstehendes Fell. Das Fell ist halblang und soll eine Länge von 6-8 cm zeigen.

Vom Typ und Bau sollen sie dem Glatthaar entsprechen.

Die genetische Abstammung ist noch nicht geklärt. Wie der Name schon verrät, sind Vertreter dieser Varietät zuerst in der Schweiz aufgetreten, heutzutage erfreut sich diese Rasse aber auch im süddeutschen Raum großer Beliebtheit.

b) Gen. Formel:

L_ Sn_ stst Rx_ rhrh Td_ chch

c) Rassespezifische Merkmale:

(zu 3) Haarlänge ca. 5 – 7 cm

(zu 3) Haardichte (wie US-Teddy)

(zu 4) Haarstruktur (kraus, harsch)

d) Fehler:

- Zu kurze oder zu lange Haare

- Dünne Behaarung

- Scheitel-/Sattelbildung

- leichte Krone

- unregelmäßige Felllänge

e) Ausschluss-Fehler:

- extremer Scheitel/Sattel

- schwere Krone

- Fehlwirbel

Langhaarige Varianten

Allgemein ist mangelnde Farbintensität bei langem Haar unvermeidbar und dies wird bei der Bewertung entsprechend berücksichtigt.

Allgemeine Fehler:

- leichte Verfilzungen

- unregelmäßige Behaarung

- kürzere Haare als Bodenlänge

- wenig Backenbart

- zu dünne Behaarung

- unregelmäßige Felllänge

Allgemeine Ausschlussfehler:

- Fehlwirbel

- erhebliche Verfilzungen

- zu wenig Backenbart

- kahle Stellen

- viel längere Haare als Bodenlang (durch Aufdrehen)

Sheltie

a) Beschreibung:

Das Sheltie ist die Grundform des langhaarigen Meerschweinchens. Es ist ein Glatthaar-Meerschweinchen mit mindestens bodenlangen Haaren.

Ein Sheltie hat lange, glatte Haare ohne jegliche Wirbel und ohne Pony, jedoch wie alle anderen langhaarigen Meerschweine einen ausgeprägte Backenbart.

Shelties sind natürlich zur Zucht weiterer Shelties, aber auch für Peruaner und Coronets oder deren gelockte Formen Alpaka und Merino einzusetzen. Dies wird häufig gemacht, weil Shelties eine schöne, dichte Behaarung vererben und man dies in den anderen Rassen wieder verbessern möchte. Beachten sollten man bei diesen Verpaarungen aber, dass man immer Spalterbigkeiten produziert und somit dann auch beispielsweise der Verpaarung zweier Merinos wieder Shelties herauskommen können. Und es sollte unbedingt vermieden werden, dass Shelties aus Kronen-Linien (Coronet und Merino) in 2-Wirbel-Linien (Peruaner und Alpaka) oder Mehr-Wirbel-Linien (Angora und Mohair) gelangen und umgekehrt! Keine Probleme gibt es bei der Verpaarung von Texel und Sheltie, da hier keine Konkurrenzen der Wirbel vorliegen. Hierbei entstehen lediglich lockentragende Shelties, die dann ihrerseits Texel hervorbringen können.

b) Gen. Formel

ll Sn_ stst Rx_ rhrh Td_ Ch_

c) Spezielle Rassemerkmale

(zu 3) Haarlänge mind. bodenlang und gleichmäßig

(zu 3) Fell sollte dicht, weich und gleichmäßig sein

(zu 4) Backenbärte

Texel

a) Beschreibung:

Das Texel-Meerschweinchen ist die gelockte Form des Sheltie, bzw. die langhaarige Variante des Rex. Es soll bodenlange gelockte Haare am Körper, kurze gekräuselte Haare im Gesicht und am Bauch haben und natürlich dürfen die für die Langhaar-Meerschweinchen typischen Backenbärte nicht fehlen.

Das Texel ist die „rezessiv vererbteste“ Rasse überhaupt, das heißt, alle Merkmale sind rezessiv und damit zwingend reinerbig. Daraus folgt, dass man aus der Verpaarung zweier Texel niemals etwas anderes als Texel herausbekommen und der Texel keinerlei Eigenschaften tragen kann.

Züchterisch ist das Texel daher sehr neutral und im Grunde für alles einsetzbar, wenn man in Kauf nimmt, dass man spalterbige Tiere wie beispielsweise Lockenträger erhält. Auch Texel werden, wie Shelties, gerne in andere Rassen eingekreuzt, um deren Haardichte oder Lockenqualität zu verbessern.

Entstanden ist diese Rasse aus der Kreuzung von Rexen mit Shelties und viele Menschen haben sich in die Korkenzieherlocken, die viel intensiver als beim kurzhaarigen Rex sind, verliebt.

Dass gerade diese Locken pflegeintensiv sind, ist ein Irrglaube! Texel, und andere Lockentiere auch, kann man ganz leicht filzfrei halten, wenn man ein paar Grundregeln beachtet:

Zum einen sollte die Einstreu sauber sein und nicht nur aus Flocken oder Spänen bestehen, sondern oben abgedeckt sein mit längeren Halmen, die sich nicht ins Fell drehen können. Oder man verwendet Holzpellets, die nicht klumpen, sondern sich auflösen, wenn sie nicht mehr frisch sind.

Weiterhin sollte man intensives Bürsten vermeiden, denn damit kämmt man nur die Locken heraus! Mit einem möglichst breitzinkigen Kamm kann man prima eine Knotenbildung vermeiden ohne den Locken zu schaden.

Baden sollte man Texel vor Ausstellungen immer einen Tag früher, damit die Locken wieder schön sind, wenn das Tier auf dem Richtertisch sitzt.

b) Gen. Formel :

ll Sn_ stst rxrx rhrh Td_ Ch_

c) Spezielle Rassemerkmale:

(zu 3) Haarlänge mind. bodenlang

(zu 3) Felldichte

(zu 4) Locken

d) Fehler

- wenige Lockung

- schlechte Elastizität der Locken

- flache Locken

- leichte Sattelbildung

- zu kurzes Fell

- unregelmäßige Felllänge

e) Ausschluss-Fehler:

- zu wenig Lockung

- extreme Sattelbildung

Coronet

a) Beschreibung:

Das Coronet ist ein Sheltie mit einer Krone auf der Stirn, also ein langhaariges Crested.

Der Wirbel, der die Krone bildet, sollte zentral sitzen, nicht zu groß und nicht zu klein und natürlich kein Strichwirbel sein. Die Krone sollte kreisrund mit möglichst kleinem Mittelpunkt sein. Das Zentrum liegt im Schnittpunkt eines gedachten Fadenkreuzes zwischen Ohren und Augen. Tiere mit Spalt- oder Doppelkronen sind zur Weiterzucht nicht zu empfehlen.

Das restliche Fell des Coronets ist gleichmäßig lang und wirbelfrei. Auch der Backenbart darf nicht fehlen.

Die Krone ist wie alle Wirbel ein dominantes Merkmal. Daher ist ein Kronentier, egal ob mit oder ohne Locken, nur mit einem solchen zu verpaaren. Ganz besonders ist darauf zu achten,

Kronen-Linien (Coronet und Merino) in 2-Wirbel-Linien (Peruaner und Alpaka) oder Mehr-Wirbel-Linien (Angora und Mohair), da diese Wirbelarten einander konkurrieren.

Mit Texeln und Shelties dagegen kann man schon züchten, um die Haardichte oder beim Merino die Lockenqualität aufzubessern. Jedoch gilt es hierbei zu bedenken, dass alle entstehenden Coronets und Merinos spalterbig bezüglich der Krone sind und ihrerseits wieder Shelties bzw. Merinos hervorbringen können.

b) Gen. Formel :

ll Sn_ St_ Rx_ rhrh Td_ Ch_

c) Rassespezifische Merkmale:

(zu 3) Haarlänge mind. bodenlang

(zu 4) Stirnwirbel (korrekte Anordnung)

(zu 4) Krone (Form)

d) Fehler:

- offener Kronenmittelpunkt

- schlechte Lage der Krone

- zu kleine Krone

- zu geringe Haardichte in der Krone

- Haarfallfehler

e) Ausschluss-Fehler:

- Fehlwirbel am Körper

- zu viele Stirnrosetten

- zu offenes Zentrum

- zu hohe oder niedrige Lage der Krone

- Spaltkrone

Merino:

a) Beschreibung:

Das Merino ist ein gelocktes Coronet. Hier gibt es kein passendes Pendant im Kurzhaar-Bereich, abgesehen von der neuen Rasse Rex-Crested, an der gerade gearbeitet wird.

Wie beim Coronet ist wichtig, dass die Krone mittig sitzt, also auf dem Schnittpunkt eines gedachten Fadenkreuzes zwischen Ohren und Augen. Tiere mit Spalt- oder Doppelkronen sind zur Weiterzucht nicht zu empfehlen. Die Krone darf auch nicht zu groß oder zu klein sein.

Das Tier hat kurze gekräuselte Haare im Gesicht und am Bauch und lange, weiche Korkenzieherlocken am Körper. Klassischerweise hat auch das Merino einen ausgeprägten Backenbart.

Züchterisch betrachtet ist das Merino ähnlich einzusetzen wie das Coronet:

Keine Vermischung mit Körper-Wirbel-Tieren wie Peruaner, Alpaka, Angora und Mohair wegen der Wirbelkonkurrenz.

Die Verpaarung mit Texeln oder Coronets ist mit dem Hinweis auf darauf empfehlenswert, dass man sich bezüglich der Krone zwingend spalterbige Tiere heranzieht, die dann ihrerseits auch wieder Tiere ohne Wirbel hervorbringen können. Jedoch bietet die Verpaarung mit Texeln nicht nur die Chance auf bessere Haardichte, sondern auch auf bessere Lockenqualität.

b) Gen. Formel

ll Sn_ St_ rxrx rhrh Td_Ch_

c) Rassespezifische Merkmale:

(zu 3) Haarlänge mind. bodenlang

(zu 4) Locken

(zu 4) Krone (Form)

(zu 4) Stirnwirbel (korrekte Anordnung)

d) Fehler:

- wenig Lockung

- schlechte Elastizität der Locken

- flache Locken

- leichte Sattel-/Scheitelbildung

- siehe Coronet

e) Ausschluss-Fehler:

- siehe Coronet

- Zu wenig Lockung

- starker Sattel/Scheitel

Peruaner:

a) Beschreibung:

Der Peruaner ist sicherlich lange Zeit das ungewöhnlichste Meerschweinchen überhaupt gewesen. Inzwischen wurde diese Stellung vermutlich vom Alpaka übernommen, der gelockten Variante des Peruaners.

Ungewöhnlich ist dieses Meerschweinchen deswegen, weil seine Haare nach vorne wachsen! Der Peruaner ist ein langhaariges Schweinchen mit zwei Wirbeln am Po, die so genannten Hüftwirbel. Diese und der spezielle nach vorne gerichtete Haareinsatz des Peruaners sorgen dafür, dass alle Haare von den Wirbeln an nach vorne, also Richtung Kopf, fallen. Die Haare hinter den Wirbeln fallen ganz normal als Schleppe nach hinten.

Bei einem Tier mit bodenlangen Haaren ist daher auf den ersten Blick nicht zu sehen, wo der Kopf ist.

Der Peruaner braucht wie das Angora einen stark ausgeprägten Backenbart, der allerdings unter dem kräftigen ins Gesicht fallenden Pony erst zu sehen ist, wenn das Tier den Kopf schüttelt.

Ferner ist entscheidend, dass die Wirbel gleichmäßig hoch, nicht zu hoch und nicht zu niedrig angesetzt und wie alle Wirbel keine Strichwirbel sind oder schlechte Zentren haben.

Fehlgewirbelte Tiere, also solche mit nicht korrekten Wirbeln oder gar zu vielen Wirbeln (häufig kommt ein dritter Wirbel auf dem Rücken oder an der Seite des Tieres vor) sollten unbedingt von der Zucht ausgeschlossen werden, um in Zukunft gute Peruaner zu bekommen.

Beim Peruaner (und beim Alpaka auch) gibt es kein passendes „Gegenstück“ im Kurzhaar- Bereich wie bei anderen Rassen, zum Beispiel Angora entspricht Rosette oder Coronet entspricht Crested.

Nicht zu verwechseln ist der Peruaner mit dem „Peruanischen Seidentier“, denn mit diesem Begriff ist das Sheltie gemeint.

b) Gen. Formel :

ll Sn_ stst Rx_ Rh(m)_ Td_ Ch_

c) Spezifische Rassemerkmale:

(zu 3) Haarlänge mind. Bodenlang

(zu 4) 2 Hüftwirbel (Anordnung, Zentrum)

(zu 4) Backenbärte, Pony bis zur Nase

d) Fehler:

- 1 Fehlwirbel

- Haarfallfehler (Wuchsrichtung nicht eindeutig nach vorne)

- kurzer Pony

- schlechter Backenbart

- unregelmäßige Haarfellfehler

e) Ausschluss- Fehler:

- mehr als 1 Fehlwirbel

- zu kurzer Pony

- fehlender Backenbart

- zu kurzes Fell

Alpaka:

a) Beschreibung:

Alpakas sind die gelockte Form des Peruaners, also im Idealfall Tiere mit zwei Hüftwirbeln und einer Haareinpflanzung, die das Haar in Richtung des Kopfes wachsen lässt.

Entstanden ist diese relativ neue Rasse durch die Verpaarung von Peruanern mit Texeln (die nicht aus Merino- oder Mohair-Linien stammen sollten!), und so muss man sich noch immer behelfen, wenn man keine geeigneten Zuchttiere bekommen kann. Daher haben wir leider noch das „Qualitätsproblem“ bei den Alpakas, dass sie zwar häufig passende Wirbel haben (welche jedoch nur beim Jungtier genau zu erkennen sind), aber die Haareinpflanzung noch wie beim Texel, also gerade, ist.

Schließlich braucht das Alpaka ebenso wie der Peruaner ausgeprägte Backenbärte und einen Pony, der das Gesicht vollständig bedeckt. Bei standardgemässer Haarlänge ist bei diesem Tier nicht zu sehen, wo vorne und wo hinten ist.

Die Qualität der Locken sollte wie beim Texel und Merino sein, also kurze gekräuselte Haare im Gesicht und am Bauch und lange elastische Locken am Körper.

Wichtig ist, darauf zu achten, fehlgewirbelte Tiere unbedingt auszusortieren und so viel wie irgend möglich mit Peruanern-Texelträgern zu züchten, um den korrekten Haareinsatz zu bekommen.

Verpaart man Peruaner–Texelträger mit Texeln, wird der Haaransatz der entstehenden Alpakas sicher nicht gut sein. Verpaart man dagegen Texelträger untereinander, setzt sich der Peruaner durch und der Haaransatz bleibt erhalten. Daher sollte man nur Peruaner mit Texeln verpaaren, um den Träger zu bekommen!

b) Gen. Formel:

ll Sn_ stst rxrx Rh(m)_ Td_ Ch_

c) Rassespezifische Merkmale

(zu 3) Haarlänge mind. bodenlang

(zu 4) 2 Hüftwirbel

(zu 4) Locken

d) Fehler:

- 1 Fehlwirbel

- schlechte Locken

- schlechte Elastizität der Locken

- flache Locken

- kurzer Pony

- Haarfallrichtung wie beim Texel, nicht wie beim Peruaner

- leichte Sattel-/Scheitelbildung

- schlechter Backenbart

e) Ausschluss-Fehler:

- mehr als 1 Fehlwirbel

- zu kurzer Pony

- Sattel-/Scheitel

- fehlender Backenbart

Angora:

a) Beschreibung:

Das Angora ist ein langhaariges Meerschweinchen mit mind. 6 Körperwirbeln in möglichst symmetrischer Anordnung meist mit einem Stirnwirbel. Der Haareinsatz ist nicht wie beim Peruaner nach vorn gerichtet, sondern die Haare sind eher wie beim Sheltie eingepflanzt.

Gute Angoras haben durch die Wirbel bedingt das Aussehen einer vom Wind zerzausten Frisur. Ihr ausgeprägter Pony und Backenbart erinnern an den Peruaner, jedoch ist der Körper eher mit dem einer langhaarigen Rosette vergleichbar.

Das Angora ist die älteste Langhaar-Rasse unter den Meerschweinchen. Leider werden oft fehlgewirbelte Peruaner als Angora bezeichnet und auch in die Zucht genommen. Dies verschlechtert die Qualität der Angoras, weil der Haareinsatz nicht dem Standard entspricht und auch die Wirbelzahl verringert werden kann.

b) Gen. Formel :

ll Sn_ stst Rx_ Rh_ Td_ Ch_

c) Rassespezifische Merkmale:

 (zu 3) mind. bodenlange Haare

(zu 4) Anzahl der Wirbel

(zu 4) gleichmäßige Anordnung der Wirbel)

d) Fehler:

- ungleichmäßige Anordnung der Wirbel

- Haarwuchs-Richtung nach vorne wie beim Peruaner

- Offene Wirbelzentren

- Doppelwirbel

- Strichwirbel

e) Ausschluss-Fehler:

- 4 oder weniger Wirbel

- zu viele fehlerhafte Wirbel oder Wirbelzentren

Mohair:

a) Beschreibung:

Das Mohair ist ein Angora mit Locken und ist damit ein Tier, zu dem es im Kurzhaar-Bereich kein passendes Gegenstück gibt. Die Rosette kann jedoch als Vorbild für die Wirbel herangezogen werden.

Wie beim Angora haben wir hier das Problem, dass noch immer nicht geklärt ist, wie viele Wirbel ein solches Tier haben sollte. Mindestens vier, soviel ist klar, aber gewünscht sind in der Regel schon sechs oder mehr. Je mehr Wirbel desto besser, aber wichtig ist auch, dass die Wirbel klar geformt sind, also keine Striche bilden, und symmetrisch am Körper angeordnet sind.

Das Mohair soll im Gesicht und am Bauch wie das Texel gekräuselte Haare und ansonsten lange weiche Korkenzieherlocken haben. Die durch die Wirbel kreuz und quer liegenden Haarsträhnen mit den Locken geben dem Tier ein „Wischmopp-Aussehen“, welches noch intensiver ist als das eines guten Angoras mit vielen Wirbeln.

Der für das Langhaar-Meerschweinchen erforderliche Backenbart darf auch nicht fehlen.

Beachten sollte man bei der Zucht, immer Tiere mit möglicht vielen Wirbeln auszuwählen. Die Wirbel sind beim erwachsenen Tier mit langem Fell kaum zu erkennen oder zu zählen, daher sollte man sich das Jungtier besonders gut ansehen und danach auswählen, ob das Tier zur Weiterzucht geeignet ist. Fehlgewirbelte Alpakas sollten nicht in der Mohair-Zucht landen, da sie den falschen Verteilungsfaktor (Wirbel nur an der Hüfte) haben und somit auch Alpakas mit drei Wirbeln keine guten Mohair hervorbringen! Ein fehlgewirbelter Alpaka ist nun einmal aufgrund seines dritten Wirbels immer noch ein Alpaka und kein Mohair !

Bezüglich der Pflege der Locken möchten wir auf den Teil über Texel verweisen.

b) Gen. Formel :

ll Sn_ stst rxrx Rh_ Td_ Ch_

c) Rassespezifische Merkmale:

(zu 3) mind. bodenlange Haarlänge

(zu 4) Locken

(zu 4) Anzahl und Anordnung der Wirbel

d) Fehler:

- zu ungleichmäßige Anordnung der Wirbel

- wenig Lockung

- schlechte Elastizität der Locken

- zu flache Locken

- Haarwuchsrichtung nach vorn wie beim Peruaner

- Offene Wirbelzentren

- Doppelwirbel

- Strichwirbel

- leichte Sattel-/Scheitelbildung

e) Ausschluss-Fehler:

- 4 oder weniger Wirbel

- Zu geringe Lockung

- Zu viele fehlerhafte Wirbel oder Wirbelzentren

-Sattel/Scheitel

 Satin:

Das Satingen höhlt den Haarschaft aus und lässt die Farben intensiv glänzen und dunkler wirken. Es

lässt sich in alle Fellstrukturen hineinziehen, macht aber die Haare weicher.

Gen. Formel für Satin: sn sn

Bei der Bewertung ist vor allem auf die Haardichte und den Satinglanz zu achten.

Fehler:

- Zu stark abfallender Haarwuchs hinter den Vorderbeinen bei glatthaarigen Rassen (typischer Satinfehler)

- Wenig Glanz

- Zu weiches Fell bei Strukturrassen

- sonstige Fehler der beschriebenen Rassen

Ausschluss-Fehler:

- zu wenig Glanz (Unterscheidung zum Normalhaar schwierig)

- sonstige Ausschluss-Fehler der beschriebenen Rassen

Erläuterungen zu den genetischen Formeln:

Großer Buchstabe: dominantes Gen

Kleiner Buchstabe: rezessives Gen

Großer Buchstabe und Strich: dominantes Gen, evtl. versteckter Träger des rezessiven Gens oder reinerbig dominant -> „_“ bedeutet immer: Gen unbekannt

Unvollständige Dominanz bedeutet, dass sich das dominante Gen nicht vollständig durchsetzt (z.B. bei Mischlingen zwischen Lang- und Kurzhaartieren ist das Haar oft zum Teil lang oder die Tiere haben halblanges Fell).

LL -> Kurzhaar

Ll – Kurzhaar-Mix (Halblanghaar)

ll -> Langhaar

SnSn -> kein Satin

Snsn -> Satin

StSt -> Stirnwirbel

stst -> kein Stirnwirbel

RxRx -> keine Locken (Texelgen !)

rxrx -> Locken

TdTd -> keine Locken (Teddygen !)

tdtd -> Locken

ChCh -> kein Ch-Teddy

Chch -> CH- Teddy

RhRh -> Wirbel (Verteilungsfaktor entscheidend !)

rhrh -> keine Wirbel am Körper

Rh(m)Rh(m) -> Wirbel mit Modifikator „m“

Lunkarya/Curly

Agoutis:

Agouti bedeutet, daß jedes einzelne Haar in mehrere Farbzonen unterteilt ist, die Unterfarbe und die der Spitzen. Dadurch entsteht dass so genannte Ticking.

Agouti-Färbung ist bei jeder Rasse möglich, kommt aber beim kurzhaarigen Tier besser zur Geltung, da die Haarspitzen auch beim ausgewachsenen Meerschweinchen noch am ganzen Körper zu erkennen

sind.

Eine besondere Faszination strahlt der Agouti-Faktor in Kombination mit dem Satingen aus, da letzterer gerade die dunklen Farbvarianten wie gold- und silberagouti fast metallisch glänzen lässt.

Die Farbe des Bauches ist die gleiche wie die der Haarspitzen. Auf dem Bauch ist kein Ticking vorhanden, mit Ausnahme vom:

Solidagouti, das auch am Bauch Ticking aufweist. Solidagoutis gibt es in allen Agoutifarben. Genetisch unterscheidet es sich durch den Austausch von AA = agouti in arar = Solidagouti.

Allgemeine Farbfehler:

- Bauchstreifen zu breit oder zu schmal

- Brille (fehlendes Ticking um die Augen)

- Ungleichmäßiges Ticking

- Zu hell oder zu dunkel

- Andersfarbige einzelne Haare

- Andersfarbige Krallen

- Zu helle oder zu dunkle Füße

Allgemeine Ausschlussfehler:

- zu ungleichmäßiges Ticking

- nicht getickte Haare um die Augen (extreme, geschlossene, Brille)

Bei den Farben unterscheidet man:

I) Agouti

 

III) Vollfarben bzw. Einfarbige

Schwarz

Sepia Schwarz

Slate Blue

Lilac

 

Schoko

Sepia Schoko

Slate Brown

Beige

 

Rot

Gold FA

Gold p.e.

Buff

Safran

Creme

Weiß d.e.

Weiß p.e.

 

IV) Zeichnungstiere:

Weiss-Scheckung

Schildpatt

Japaner

Brindle

Weitere Varianten zweifarbige Tiere

Magpie

Harlequin

Himalaya oder Russenmeerschweinchen

Sable

Letalfaktor

Dalmatiner

Schimmel:

 

Goldagouti:

die Unterfarbe ist schwarz, Ticking und der Bauchstreifen rot, die Augen dunkel. Das Goldagouti stellt wohl die Wildfärbung des Meerschweinchens dar.

Gen. Formeln A_ B_ C_ E_ P_ S_

Grauagouti:

die Unterfarbe ist schwarz, Spitzen buff, Bauchfarbe buff, die Augen sind dunkel.

Gen. Formel: A_ B_ cdcd E_ P_ S_

Lemonagouti:

die Unterfarbe ist schwarz, Spitzen creme, Bauchfarbe creme, die Augen sind dunkel.

Gen. Formel: A_ B_ cdcr oder crca E_ P_ S_

Silberagouti:

die Unterfarbe ist schwarz, die Spitzen weiß-schwarz, die Augen sind dunkel mit rotem Schimmer (Feueraugen), die Bauchfarbe ist silberweiß.

Gen.Formel: A_ B_ crcr E_ P_ S_

nur crcr, crca sind sables!

Schwarz Sableagouti

die Unterfarbe ist schwarz, die Spitzen sind weiß, die Augen sind dunkel mit rotem Schimmer (Feueraugen), die Bauchfarbe ist silberweiß.

Wie alle Sables sind um die Extremitäten (Augen, Ohren und Füße) dunkle Ränder, ähnlich den himalaya (farbiges Himalaya).

Gen.Formel: A_ B_ crca E_ P_ S_

Salmagouti

die Unterfarbe ist lilac, die Spitzen gold, die Augen sind pink, die Bauchfarbe ist gold.

Gen.Formel: A_ B_ C_ E_ pp S_

 

Orangeagouti

ist dem Goldagouti ähnlich, aber mit schokofarbenem Unterfell und Rot an den Spitzen und Bauch. Die Augen sind dunkel mit rotem Schimmer (= Feueraugen).

Gen. Formel: A_ bb C_ E_ P_ S_

Schokoagouti

ist dem Grauagouti ähnlich, aber mit schokofarbenen Unterfell und bufffarbenem Ticking, das Tier hat Feueraugen.

Gen. Formel: A_ bb cdcd E_ P_ S_

Cremeagouti:

ist dem Lemonagouti ähnlich, aber mit schokofarbenen Unterfell und cremefarbenem Ticking, das Tier hat Feueraugen.

Gen. Formel: A_ bb cdcr/cdca E_ P_ S_

Cinnamonagouti

ist dem Silberagouti ähnlich, aber mit schokofarbenen Unterfell, dadurch sieht die Farbe heller und wärmer aus; das Tier hat Feueraugen.

Gen. Formel: A_ bb crcr E_ P_ S_

Schoko Sableagouti

die Unterfarbe ist schoko, die Spitzen weiß-schwarz, die Augen sind dunkel mit rotem Schimmer (Feueraugen), die Bauchfarbe ist silberweiß.

Wie alle Sables sind um die Extremitäten (Augen, Ohren und Füße) dunkle Ränder, ähnlich den himalaya (farbiges Himalaya).

Gen.Formel: A_ bb crca E_ P_ S_

Beigeagouti:

Wie salmagouti mit schoko als Unterfarbe

Gen. Formel: A_ bb C_ pp S_

II) Argente-Meerschweinchen:

Allgemein:

Argentes sind gentechnisch betrachtet Agoutis. Anders als beim Agouti, dessen einzelne Haare mehrere Farbzonen aufweisen, - das so genannte „Ticking“, erscheinen beim Argente nur zwei Farbzonen, die „Tipping“ genannt werden.

Argentes haben in der Regel rote Augen, nur die Varianten mit slate blue zeigen dunkelrote/rubinrote Augen.

Bei Argentes sollte immer auf kräftige Farben geachtet werden, da sonst der Kontrast zwischen den Farbzonen verschwimmt. Besonders die Tiere mit weißem Tipping wirken dann einfarbig.

Bei langhaarigen Meerschweinchen kann man das Tipping meistens nur im Gesicht erkennen, da dort die Haare kurz bleiben.

Das lange Haar zeigt die Unterfarbe (lilac, beige oder slate-blue) und die getippten Haarspitzen sind oft nicht mehr vorhanden.

Allgemeine Farbfehler

- zu hell oder zu dunkel

- ungleichmäßiges Tipping

- Bauchstreifen zu breit oder zu schmal

- Brille

- Zu helle oder zu dunkle Füße

- Andersfarbige Krallen

- Andersfarbige einzelne Haare

Allgemeine Ausschlussfarbfehler:

- zu ungleichmäßiges Tipping

- extreme Brille

Argentes gibt es in folgenden Farbschlägen, auch als Solid-Argentes:

Slate Blue-Gold Argente

Die Unterfarbe ist slate-blue (ein mittleres Taubengrau mit leicht bläulichem Schimmer und dunkelroten Augen), Tipping und Bauchstreifen sind gold.

Gen. Formel: A_ B_ C_ E_ pr_ S_

Slate blue-Safran-Argente:

Die Unterfarbe ist slate blue, Tipping und Bauchsstreifen safran, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: A_ B_ cdcd E_ pr_ S_

Slate blue-Weiß-Argente:

Die Unterfarbe ist slate-blue. Bauchstreifen und Tipping sind weiß.

Gen. Formel: A_ B_ crcr E_ pr_ S_

Slate brown-Gold-Argente:

Die Unterfarbe ist slate brown, Tipping und Bauchstreifen sind gold.

Gen. Formel: A_ B_ C_ E_ pr_ S_

Slate brown-Safran-Argente:

Die Unterfarbe ist slate brown, Tipping und Bauchsstreifen safran, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: A_ B_ cdcd E_ pr_ S_

Slate brown-Weiß-Argente:

Die Unterfarbe ist slate brown, Tipping und Bauchstreifen weiß,

Gen. Formel: A_ bb crcr E_ pr_ S_

Lilac-Gold-Argente

Die Unterfarbe ist lilac, das Tipping und der Bauchstreifen haben einen kräftigen goldenen Ton. (siehe Farbbeschr. Gold).

Gen. Formel: A_ B_ C_ E_ pp S_

Lilac-Safran-Argente

Die Unterfarbe ist lilac, Tipping und der Bauchstreifen safran.

Gen. Formel: A_ B_ cdcd E_ pp S_

Lilac-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist lilac, das Tipping und der Bauchstreifen sind weiß.

Gen. Formel: A_ B_ crcr E_ pp S_

Beige-Gold-Argente

Die Unterfarbe ist beige, Tipping und Bauchstreifen sind goldfarben.

Gen. Formel: A_ bb C_ E_ pp S_

Beige-Safran-Argente

Die Unterfarbe ist beige, Tipping und Bauchstreifen sind safran.

Gen. Formel: A_ bb cdcd E_ pp S_

Beige-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist beige, das Tipping und der Bauchstreifen weiß.

Gen. Formel: A_ bb crcr E_ pp S_

Slate blue Sable-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist slate blue sable, Tipping und Bauchstreifen weiß,

Gen. Formel: A_ bb crcr E_ pr_ S_

Lilac Sable-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist lilac sable, Tipping und Bauchstreifen weiß,

Gen. Formel: A_ B_ crca E_ pp S_

Slate brown Sable-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist slate brown sable, Tipping und Bauchstreifen weiß,

Gen. Formel: A_ bb crcr E_ pr_ S_

Beige Sable-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist beige, Tipping und Bauchstreifen weiß,

Gen. Formel: A_ bb crca E_ pp S_

III) Solid Agouti

Im Unterschied zum “normalen” Agouti ist beim Solid Agouti auch der Bauch getickt.

Solid Goldagouti

die Unterfarbe ist schwarz, Ticking ist rot und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ B_ C_ E_ P_ S_

Solid Grauagouti

die Unterfarbe ist schwarz, Ticking ist buff und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ B_ cdcd E_ P_ S_

Solid Lemonagouti:

die Unterfarbe ist schwarz, Ticking ist creme und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen sind dunkel.

Gen. Formel: ar_ B_ cdcr oder crca E_ P_ S_

 

Solid Silberagouti

die Unterfarbe ist schwarz, Ticking ist silberweiß und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ B_ crcr E_ P_ S_

 

Solid Schwarz Sableagouti

die Unterfarbe ist schwarz, Ticking ist silberweiß und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ B_ crca E_ P_ S_

 

Solid Salmagouti

die Unterfarbe ist schwarz, Ticking ist gold  und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ B_ C_ E_ pp S_

 

Solid Orangeagouti

die Unterfarbe ist schoko, Ticking ist gold und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ bb C_ E_ P_ S_

Solid Schokoagouti

die Unterfarbe ist schoko, Ticking ist buff und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ bb cdcd E_ P_ S_

 

Solid Cremeagouti

die Unterfarbe ist schoko, Ticking ist creme und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ bb cdcr/cdca E_ P_ S_

 

Solid Cinnamonagouti

die Unterfarbe ist schoko, Ticking ist silberweiß und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ bb crcr E_ P_ S_

 

Solid Schoko Sableagouti

die Unterfarbe ist schoko sable, Ticking ist silberweiß und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ bb crca E_ P_ S_

 

Solid Beigeagouti

die Unterfarbe ist beige, Ticking ist gold und der Bauchstreifen ist getickt, die Augen dunkel.

Gen. Formel: ar_ bb C_ E_ pp S_

 

 

IV) Solid Argente

 

Im Unterschied zum “normalen” Argente ist beim Solid Argente auch der Bauch getickt.

Solid Slate Blue-Gold Argente

Die Unterfarbe ist slate blue, Tipping ist gold und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ B_ C_ E_ pr_ S_

Solid Slate-Blue-Safran-Argente

Die Unterfarbe ist slate blue, Tipping ist safran und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ B_ cdcd E_ pr_ S_

Solid Slate-Blue-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist slate blue, Tipping ist weiß und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ B_ crcr E_ pr_ S_

 

Solid Slate Brown-Gold Argente

Die Unterfarbe ist slate brown, Tipping ist gold und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ bb C_ E_ pr_ S_

Solid Slate-Brown-Safran-Argente

Die Unterfarbe ist slate brown, Tipping ist safran und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ bb cdcd E_ pr_ S_

Solid Slate-Brown-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist slate brown, Tipping ist weiß und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ bb crcr E_ pr_ S_

 

Solid Lilac-Gold-Argente

Die Unterfarbe ist lilac, Tipping ist gold und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ B_ C_ E_ pr_ S_

 

Solid Lilac-Safran-Argente

Die Unterfarbe ist lilac, Tipping ist safran und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ B_ cdcd E_ pp S_

 

Solid Lilac-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist lilac, Tipping ist weiß und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ B_ crcr E_ pp S_

 

Solid Beige-Gold-Argente

Die Unterfarbe ist beige, Tipping ist gold und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ bb C_ E_ pp S_

 

Solid Beige-Safran-Argente

Die Unterfarbe ist beige, Tipping ist safran und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ bb cdcd E_ pp S_

 

Solid Beige-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist slate blue, Tipping ist weiß und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ bb crcr E_ pp S_

 

Solid Slate Blue Sable-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist slate blue sable, Tipping ist weiß und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ B_ crca E_ pr_ S_

 

Solid Slate Brown Sable-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist slate brown sable, Tipping ist weiß und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ bb crca E_ p_ S_

 

Solid Lilac Sable-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist lilac sable, Tipping ist weiß und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ B_ crca E_ pp S_

 

Solid Beige Sable-Weiß-Argente

Die Unterfarbe ist beige sable, Tipping ist weiß und Bauchsstreifen ist getippt, die Augen dunkelrot.

Gen. Formel: ar_ bb crca E_ pp S_

 

V) Tan/Lux/Otter/Fox

Tan

Vor ein paar Jahren fielen in der Schweiz Babys, die in ihrer Zeichnung an die der Loh-Kaninchen erinnerten. Schon lange war man auf der Suche nach der Existenz dieses Farbschlages.

Charakteristisch für einen Tan / Fox ist der breite Bauchstreifen, die Brille um die Augen und die andersfarbige Nase. An den Übergangsstellen zum Bauchstreifen ist ein möglichst schmaler Streifen von Stichelhaaren erlaubt.

Genetisch gesehen liegen Tans und Foxe (a) in der Dominanzfolge zwischen den Agoutis und den normalfarbigen Meerschweinchen. Die Dominanz zwischen Solidagouti (ar ) und Tan/Fox (at ) ist derzeit noch nicht geklärt. Deswegen ist von einer Verpaarung zwischen solchen Tieren abzusehen!

Tans

Das im Grunde genommen einfarbige Meerschweinchen, aus der schwarzen-schokonen Farbreihe, hat einen breiten Bauchstreifen, eine sichtbare Brille und den Point an der Nase aus der roten Farbreihe.

Genetische Formel:

Black Tan:  atat B_ C_ E_ P_ S_

Slate Blue Tan: atat B_ C_ E_ pr_ S_

Lilac Tan: atat B_ C_ E_ pp S_

Schoko Tan: atat bb C_ E_ P_ S_

Slate Brown Tan: atat bb C_ E_ pr_ S_

Beige Tan: atat bb C_ E_ pp S_

Lux:

Das im Grunde genommen einfarbige Meerschweinchen aus der schwarzen Farbreihe ist. an der Nase in buff, da durch c(d)c(d) die rote Farbe nach Buff aufgehellt wird

Genetische Formel:

Schwarz (Black) Lux: atat B_ cdcd E_ P_ S_

Slate Blue Lux: atat B_ cdcd E_ pr_ S_

Lilac Lux: atat B_ cdcd E_ pp S_

Schoko Lux: atat bb cdcd E_ P_ S_

Slate Brown Lux: atat bb cdcd E_ pr_ S_

Beige Lux: atat bb cdcd E_ pp S_

Otter

Das im Grunde genommen einfarbige Meerschweinchen aus der schwarzen Farbreihe ist an der Nase in creme, da durch c(d)c(a) bzw. c(d)c(r) die rote Farbe nach Creme aufgehellt wird

Genetische Formel:

Schwarz (Black) Otter: atat B_ cdcr/cdca E_ P_ S_

Slate Blue Otter: atat B_ cdcr/cdca E_ pr_ S_

Lilac Otter: atat B_ cdcr/cdca E_ pp S_

Schoko Otter: atat bb cdcr/cdca E_ P_ S_

Slate Brown Otter: atat bb cdcr/cdca E_ pr_ S_

Beige Otter: atat bb cdcr/cdca E_ pp S_

Foxe

 

Das im Grunde genommen einfarbige Meerschweinchen aus der schwarzen Farbreihe hat einen breiten Bauchstreifen, eine sichtbare Brille und den Point an der Nase in weiß, da durch den Chinchillafaktor (cr ) die rote Farbe unterdrückt wird.

Genetische Formel

Silver Fox:  atat .B_ crcr E_ P_ S

Schwarz Sable Fox: atat B crca E_ P_ S_

Slate Blue Fox: atat B_ crcr E_ pr_ S_

Slate Blue Sable Fox: atat B_ crca E_ pr_ S_

Lilac Fox: atat B_ crcr E_ pp S_

Lilac Sable Fox: atat B_ crca E_ pp S_

Schoko Fox: atat bb crcr E_ P_ S_

Schoko Sable Fox: atat bb crca E_ P_ S_

Slate Brown Sable Fox: atat bb crcr E_ pr_ S_

Slate Brown Fox: atat bb crca E_ pr_ S_

Beige Fox: atat bb crcr E_ pp S_

Beige Sable Fox: atat bb crca E_ pp S_

 

VI) Vollfarben bzw. Einfarbige:

Die Grundfarben der Meerschweinchen sind die Farben schwarz und rot. Aus diesen beiden Farben entstehen die Verdünnungsfarben. Dabei unterscheidet man die Schwarz-Schoko-Reihe mir den Farben: schwarz, slate-blue, slate brown, lilac, schokolade, beige und die Rotz-Weiß-Reihe mit den Farben: rot, gold FA, gold r.e., gold p.e., buff, safran, creme, weiß d.e., weiß FA, weiß r.e. und weiß p.e..

Augenfarben:

Werden unterschieden in:

p.e. = pink eye (Auge ist rot)

r.e. = Rubinauge (Auge ist dunkelrot)

f.e. = Feuerauge (Auge ist schwarz, schimmert rot)

d.e. = dark eye (Auge ist schwarz)

Allgemeine Fehler:

- zu großer Unterschied zwischen Deck- und Bauchfarbe

- andersfarbige einzelne Haare

- andersfarbige Krallen

Schwarz

das Fell soll bis auf die Haut lackschwarz bleiben. Die Augen sind dunkel.

Haut, Ohren und Fußsohlen schwarz. Auch Langhaarige sollen einen intensiven Farbton mit wenig Aufhellung zeigen.

Farbformel: aa B_ C_ E_ P_ S_

Schwarz Sepia

Als Schwarz Sepia wird ein Meerschweinchen bezeichnet, welches an Stelle von tiefschwarzen Farbfeldern graue zeigt. Je nachdem welche Genkombination auf dem C-Lokus vorhanden ist, unterscheidet man helles oder dunkles Schwarz Sepia. Oftmals werden solche Tiere in Kombination mit buff (dunkel) oder creme (hell) gezeigt.

Es gibt aber auch dunkles Schwarz Sepia in Verbindung mit Weiß

Farbformel

dunkleres Schwarz Sepia: aa B_ cdcd E_ P_ S_

helleres Schwarz Sepia aa B_ cdcr/cdca E_ P_ S_

dunkleres Schwarz Sepia: aa B_ crcr E_ P_ S_

Slate Blue

ist ähnelt einem mittlerem Taubengrau mit leicht bläulichem Schimmer, mit dunkelroten (rubinroten) Augen.

Haut, Ohren und Fußsohlen so dunkel wie möglich. Es gibt verschiedene Nuancen von slate blue, wobei die mittlere vorzuziehen ist.

Die Unterfarbe soll der Deckfarbe so identisch wie möglich sein. Bei langhaarigen Exemplaren werden leichte Aufhellungen akzeptiert.

Farbformel: aa B_ C_ E_ pr_ S_

Lilac

ist grau mit einem rosafarbenem Schimmer; die Augen sind pink.

Haut, Ohren und Fußsohlen sollen möglichst fleischfarben sein.

Die Unterfarbe bei Kurzhaarvarianten soll der Deckfarbe so identisch wie möglich sein. Bei langhaarigen Exemplaren werden leichte Aufhellungen akzeptiert.

Farbformel: aa B_ C_ E_ pp S_

Schoko

„schokolade“ ist ein sehr dunkles Braun, das aussieht wie Zartbitterschokolade.

Hautfarbe, Ohren und Fußsohlen sind dunkelbraun, die Augen zeigen evtl. einen feurigen Schimmer (Feuerauge), dürfen aber auch dunkel sein.

Die Unterfarbe bei Kurzhaarvarianten soll der Deckfarbe so identisch wie möglich sein. Bei langhaarigen Exemplaren werden leichte Aufhellungen akzeptiert.

Farbformel: aa bb C_ E_ P_ S_

Schoko Sepia

Als Sepia wird ein Meerschweinchen bezeichnet, welches an Stelle von dunkelschokonen Farbfeldern hellere schokone zeigt. Je nachdem welche Genkombination auf dem C-Lokus vorhanden ist, unterscheidet man helles oder dunkles Schoko Sepia. Oftmals werden solche Tiere in Kombination mit buff (dunkel) oder creme (hell) gezeigt.

Es gibt aber auch dunkles Schoko Sepia in Verbindung mit Weiß

Farbformel

dunkleres Schoko Sepia: aa bb cdcd E_ P_ S_

helleres Schoko Sepia aa bb cdcr/cdca E_ P_ S_

dunkleres Schoko Sepia: aa bb crcr E_ P_ S_

Slate brown oder Coffee

ist die “schokoladige“ Form von slate blue.

Ein warmes, helles Schoko im Ton wie heller Milchkaffee mit Rubinaugen.

Die Haut ist fleischfarben mit leichten Pigmenten, Ohren und Fußsohlen ebenfalls. Bei langhaarigen Exemplaren werden leichte Abweichungen akzeptiert. Unterfarbe soll nahezu identisch zu Deckfarbe sein.

Farbformel: aa bb C_ E_ pr_ S_

Beige

ist ein helles, warmes Braun, eine Verdünnung der Farbe Schoko mit roten Augen und fleischfarbener Haut, Ohren und Fußsohlen.

Die Unterfarbe bei Kurzhaarvarianten soll der Deckfarbe so identisch wie möglich sein. Bei langhaarigen Exemplaren werden leichte Aufhellungen akzeptiert.

Farbformel: aa bb C_ E_ pp S_

Rot

ist eine sehr dunkle Farbe wie beim Irischen Setter. Die meisten Tiere sind aber heller. Rote Meerschweinchen sehen als Babys eher braun aus. Hautfarbe möglichst dunkel, schwarz.  Ohren und Fußsohlen ebenso. Die Augen sind schwarz.

Die Unterfarbe bei Kurzhaarvarianten soll der Deckfarbe so identisch wie möglich sein. Bei langhaarigen Exemplaren werden leichte Aufhellungen akzeptiert.

Farbformel: __ B_ C_ ee P_ S_

Gold

ist ein warmer, (rot-)oranger Ton und eine Verdünnungsfarbe von Rot mit intensivem gold-gelbem Leuchten, das es dem sog. „Gelbverstärker“ verdankt.

Die Farbe Gold gibt es mit Feueraugen, Rubinaugen und pinken Augen

Die Haut ist pigmentfrei, Ohren und Fußsohlen möglichst fleischfarben. Die Pigmentfreiheit wird durch die Anwesenheit von bb erreicht, wenn die Tiere über Schwarz gezogen werden, haben sie starke Pigmente, dunkele Augen und ihnen fehlt der „Gelbverstärker“

Die Unterfarbe bei Kurzhaarvarianten soll der Deckfarbe so identisch wie möglich sein. Bei langhaarigen Exemplaren werden leichte Aufhellungen akzeptiert.

Farbformel

für die feueräugige Variante: __ bb C_ ee P_ S_

für die rubinäugige Variante: __ bb C_ ee pr_ S_

für die rotäugige Variante: __ bb C_ ee pp S_

Buff

Farbe wie Honiggelb mit pigmentfreier Haut, Ohren und Fußsohlen. Die Augen sind dunkel.

Die Unterfarbe bei Kurzhaarvarianten soll der Deckfarbe so identisch wie möglich sein. Bei langhaarigen Exemplaren werden leichte Aufhellungen akzeptiert.

Wenn die Tiere B_ haben statt wie erwünscht bb sind sie an den Ohren und Füßen pigmentiert, teilweise auch auf der restlichen Haut.

Farbformel __ bb cdcd ee P_ S_

Safran

ist nach dem Gewürz benannt. Die Farbe Safran entspricht buff mit p.e. mit intensivem gold-gelbem Leuchten, das es dem sog. „Gelbverstärker“ verdankt.

Haut, Ohren und Fußsohlen sind möglichst pigmentfrei. Die Augenfarbe ist pink.

Die Unterfarbe bei Kurzhaarvarianten soll der Deckfarbe so identisch wie möglich sein. Bei langhaarigen Exemplaren werden leichte Aufhellungen akzeptiert.

Wenn die Tiere B_ haben statt wie erwünscht bb sind sie an den Ohren und Füßen pigmentiert, teilweise auch auf der restlichen Haut.

Farbformel __ bb cdcd ee pp S_

Creme

ist sandfarben. Creme gibt es in verschiedenen Nuancen und es sollte möglichst nicht zu dunkel sein. Hautfarbe, Ohren und Fußsohlen hell (ohne Pigmentierung). Die Augen sind dunkel, zeigen

manchmal einen feurigen Schimmer. Verschieden kräftige Cremetöne ohne Pigmentierung sind existent.

Genetisch eine Zwischenfarbe aus buff x weiß (cdcr/cdca)

Die Unterfarbe bei Kurzhaarvarianten soll der Deckfarbe so identisch wie möglich sein, ist aber oft heller.

Wenn die Tiere B_ haben statt wie erwünscht bb sind sie an den Ohren und Füßen pigmentiert, teilweise auch auf der restlichen Haut.

Farbformel: __ bb cdcr/cdca ee P_ S_

6) Weiß

braucht keine Erklärung. mit p.e., mit braunen oder blauen Augen und Rubinaugen . Die Haut ist pigmentfrei.

Ohren und Fußsohlen rosa.

Wenn die Tiere B_ haben statt wie erwünscht bb sind sie an den Ohren und Füßen pigmentiert, teilweise auch auf der restlichen Haut.

Farbformel:

für die rotäugige Variante: __ bb caca ee P_ S_

für die dunkeläugige Form: __ bb crcr ee P_ S_ aber eher __ bb crca P_ S_

für die rubinäugige Variante: __ bb ccrcr/crca/caca ee pr_ S_

IV) Zeichnungstiere:

Weiss-Scheckung:

Meerschweinchen mit einer Farbe und Weißscheckung.

Alle Farben können mit weiß kombiniert sein. Für Standardtiere soll eine Ausgewogenheit zwischen den Farbfeldern herrschen.

Alle Farben (also auch die Aufhellungen) aus der rot-schwarz-Reihe sind möglich. Jedoch sollte jede Farbe ausgewogen vorhanden sein (prozentual gesehen). Brindelung ist nicht erwünscht.

Die Weißscheckung bezeichnet man mit SS für keine Scheckung, Ss für eine Scheckung unter 50% und ss für eine Scheckungsfaktor über 50 %.Weißscheckung ist unvollständig dominant, z.B. können SS –Tiere einzelne weiße Haare haben.

Gen. Beispiel

Schwarz-Weiß: aa B_ C_ E_ P_ ss

Beige-Weiß: aa bb C_ E_ pp ss

Fehler:

- Brindelung

- Fehlendes oder zu kleines Farbfeld

Schildpatt:

Farbfelder aus der roten und schwarzen Reihe werden durch das „Scheckengen epe„ voneinander getrennt. Beim Schildpatt sollen die Felder klar getrennt und so quadratisch wie möglich sein. Sie trennen sich am Rücken und am Bauch, das gegenüberliegende Feld hat immer die andere Farbe. E ist dominant über ep und dieses über e .

Gen. Formel:

Schwarz-Rot: aa B_ C_ ep_ P_ S_

Beige-Gold: aa bb C_ ep_ pp S_

Fehler:

- Brindelung

- Fehlendes oder zu kleines Farbfeld

Japaner:

Die Farbverteilung ist identisch zum Schildpatt, nur hat der Japaner Streifen anstatt Flecken. Die genetische Formel ist gleich. Der Japaner entsteht durch selektive Zucht.

Brindle:

Als Brindle bezeichnet man ein aus der schwarz-rot-Reihe stammendes Meerschweinchen, dessen Fell gleichmäßig 1:1 meliert ist. Es gibt feinere und gröbere Brindleungen. Die Genetische Formel entspricht ebenfalls dem Schildpatt.

Weitere Variationen zweifarbiger Tiere mit der dazugehörigen Augenfarbe:

Slate-blue-gold aa B_ C_ epeprpS_ Augenfarbe: Rubinauge

Lilac-gold aa B_ C_ epepp S_ Augenfarbe: Pink

Schoko-rot aa bb C_ epeP_ S_ Augenfarbe: Feuerauge

Goldagouti-rot A_ B_ C_ epeP_ S_ Augenfarbe: Schwarz

Solid Goldagouti-rot araB_ C_ epepP_ S_ Augenfarbe: Schwarz

Grauagouti-buff A_ B_ cdcepeP_ S_ Augenfarbe: Schwarz

Orangeagouti-rot A_ bb C_ epeP_ S- Augenfarbe: Feuerauge

Cremeagouti-creme A_ bb cdca o oder cdcr epeP_ S_ Augenfarbe: dunkel

Slate-blue-gold-argente-gold A_ B_ C_ epeprp S_ Augenfarbe: Rubinauge

Lilac-gold-argente-gold A_ B_ C_ epepp S_ Augenfarbe: Pink

Lilac-safran-argente-safran A_ B_ cdcepepp S_ Augenfarbe: Pink

Beige-gold-argente-gold A_ bb C_ epepp S_ Augenfarbe: Pink

Beige-safran-argente-safran A_ bb cdcepepp S_ Augenfarbe: Pink

Magpie:

Eine Kombination von schwarzen (schoko), weißen und schwarz(schoko)-weiß-gebrindelten Farbfeldern.

Gen. Formel

Schwarz Magpie: aa B_ crcr ep_ P_ S_

Schoko Magpie aa bb crcr ep_ P_ S_

Anmerkung: Magpies werden oft mit Schimmeln verwechselt, bzw. es wurde versucht sie über Schimmel zu ziehen. Deswegen bitte sehr vorsichtig bei Neueinkäufen sein und zuerst mit rein schwarzen, roten oder schildpatt Meerschweinchen eine „Probeverpaarung „ machen. Fallen dann gleich „schwarz-weiße-gebrindelte“ liegt der Verdacht auf Schimmeleinkreuzung nahe. Gefahrenpunkte siehe Absatz „Dalmatiner/Schimmel“.

Harlequin:

Eine Kombination von schwarzen (schoko), creme (buff) und schwarz(schoko)-creme(buff)-gebrindelten Farbfeldern.

Gen. Formel

schwarzer Harlequin aa B_ cd cd(oder ca) ep ep P_ S_

schoko Harlequin aa bb cd cd(oder ca) ep ep P_ S_

Himalaya oder Russenmeerschweinchen

Diese Meerschweinchen sind weiß mit pinkfarbenen Augen. Im Gesicht befindet sich eine dunkle Maske in schwarz oder schoko. Die Füße und die Ohren sind der Farbe der Maske angepasst. In der Kälte färben sich die Abzeichen dunkler. Das Erscheinungsbild ist ähnlich dem der Siamkatzen.

Himalayas gibt in den Farben schwarz, schoko auch in slate blue, lilac, slate brown und beige, dann mit „echten“ Pinkeys „pp“, aber nur sehr schwach gezeichnet. Ebenfalls gibt es alle Agouti- und Argente-Varianten auch als Himalayas.

Die Jungen kommen immer weißrotäugig und ohne Pigmente zur Welt.

Gen. Formel

Schwarz Himalaya: aa B_ caca E_ P_ S_

Slate Blue Himalaya: aa B_ caca E_ pr_ S_

Schoko Himalaya: aa bb caca E_ P_ S_

Cinnamonagouti Himalaya: A_ bb caca E_ P_ S_

Fehler:

- blasse Ausfärbung

- weiße Haare in der Maske/an den Ohren/Füßen

Ausschlussfehler:

- fehlende Ausfärbung

- weiße Stellen in der Maske/an den Ohren

- weiße Krallen

Sable/Marder

Wie Himalaya, allerdings mit schokofarbenem Fell und schwarzer Maske.

Nach der Geburt sehen die meisten Marder schoko aus, die sich nach ein paar Tagen analog der Himalayas an Ohren, Nase und Füßen umfärben und dort schwarzes pigmentiert sind. Die Unterfarbe ist meist dunkelgrau. Im ausgewachsenen Alter ist vor allem bei Langhaartieren ein Grauschleier zu sehen.

Sables sind aus der Verpaarung von Silberagoutis mit himalayas entstanden. Sable ist eine Mischfarbe, wie Creme. Beim Verpaaren  von 2 Sables entstehen zu 50% Sables, zu 25% himalayas und zu 25% Schwarz diluted. Weitere Bezeichnungen für diese Farbe ist Marder.

Farbformeln:

Schwarz Sable: aa B_ crca E_ P_ S

Slate blue Sable: aa B_ crca E_ pr_ S_

Lilac Sable: aa B_ crca E_ pp S_

Schoko Sable: aa bb crca E_ P_ S_

Slate brown Sable: aa bb crca E_ pr_ S_

Beige Sable: aa bb crca E_ pp S_

Fehler und Ausschlussfehler wie beim Himalaya.

Achtung!!!!

Bei diesen nachfolgenden beiden Zeichnungsrassen ist bei der Verpaarung höchste Aufmerksamkeit gefordert. Siehe auch Erklärung Letalfaktor !

Dalmatiner und Schimmel sind in jeder Farbe möglich, auch in weiß, wobei dann das Tier phänotypisch nicht mehr als solches erkannt werden kann. Deswegen ist auch vom Einkreuzen der Dalmatiner oder Schimmelzeichnung in cremefarbene Ms abzuraten, da creme immer eine Mischfarbe aus buff und weiß ist, ebenso in silber- und cinnamonagouti, weil dort „weiß Dunkelaugen“ fallen können, welche das Schimmel/Dalmatinergen ebenfalls nicht sichtbar werden lassen.

Ebenso verantwortungslos ist das Einkreuzen von Weißschecken (rot-weiß , schwarz-weiß usw. oder schildpatt mit weiß). Letztere tauchen all zu gerne bei der Buntschimmelzucht auf, weil „unerfahrene“ oder „genetisch nicht informierte“ Züchter annehmen, das „Weiß“ beim Schimmel komme über Weißscheckung. Das ist nicht der Fall!

Ebenso ist die Zucht von Cremeschimmel/-dalmatinern bedenklich, da Creme eine Mischfarbe ist, fällt wenn Cremeschimmel/-dalmatinern x creme immer zu 25% weiß, und bei diesen weißen Meerschweinchen erkennt man die Schimmelung/Dalmatinerflecken nicht mehr (weiß auf weiß). Wenn man diese Farbe züchten möchte, sollte man sie nur mit buff verpaaren, da so zu 50% buff und 50% creme fällt, also kein weißen Tiere!!!

Zur Erklärung:

Der Letalfaktor ist eine genetische Struktur, die bei Verpaarung Schimmel x Schimmel, Dalmatiner x Dalmatiner und Schimmel x Dalmatiner) eine Verdoppelung erfährt und bei dieser Verdoppelung in hohem Grade Missbildungen, Totgeburten und eine höchstmögliche Jungtiersterblichkeit nach der Geburt nach sich zieht.

Dalmatiner:

Schwarzer Kopf mit Blesse, schwarze Füße, weißer Körper mit schwarzen Flecken, Farbe nach dem Dalmatiner-Hund benannt. Es gibt bei Meerschweinchen Dalmatiner auch in anderen Farben, in jedem Fall aber immer mit Weiß.

Beispiele:

Schwarz-Dalmatiner aa B_ C_ E_ P_ S_ Rnrn

Goldagouti-Dalmatiner A_ B_ C_ E_ P_ S_ Rnrn

Beige-Dalmatiner aa bb C_ E_ pp S_ Rnrn

Schimmel:

Bei einem Schimmel sind der Kopf und die Beine einfarbig, auf dem Körper sind die Haare geschimmelt. Das bedeutet: ein weißes und einfarbiges Haar wechseln sich ab.

Beispiele:

Schwarzschimmel aa B_ C_ E_ P_ S_ Rnrn

Rotschimmel __ B_ C_ ee P_ S_ Rnrn

Buntschimmel aa B_ C_ ep_ P_ S_ Rnrn

 

Genetik der Farben

Farbe: Dominanz à Rezessiv

AA = Agouti ara= Solid ata= Tan aa = non Agouti (=schwarz)

Wobei ar und at unvollständig dominant sind

Bsp.: Aa = Agouti spalterbig in schwarz

BB = schwarz bb = Schoko Bb = Schwarz spalterbig in schoko

CC = volle Farbausdehnung c*= Verdünnungsfaktor

C c* = Träger (z.B. Chinchillaträger)

cc= buff (mit P_, mit pp safran)

ccsowie cc= creme

cc= Chinchillafaktor, verdünnt rot zu weiß (z.B. bei Silberagouti)

cc= Sablefaktor, verdünnt rot zu weiß (z.B. bei Schwarz Sableagouti)

cc= Himalayafaktor, mit ee weiß Rotauge, mit E_ Himalaya

c= verdünnt schwarz nur wenig, rot stark (icecreme)

EE = Extension, volle Ausdehnung von schwarz,

e (hoch p) = Scheckengen /trennt rot von schwarz (z.B. schildpatt)

ee = Rot / macht den Agoutifaktor unsichtbar

SS = ohne Weißscheckung, ist unvollständig dominant

s= weniger als 50%, s = mehr als 50% Weißscheckung

PP = Dunkelauge prpr = Rubinaugenfaktor (z.B. bei Slate blue )

pp = Rotauge, p verdünnt schwarz zu lilac und schoko zu beige

Bsp.: Pp = Dunkelauge spalterbig in Rotauge

Rn Rn = reinerbig Schimmel (nicht lebensfähig)

Rn rn = Schimmel,

rn rn = kein Schimmel

(wenn inden Farbformeln nichts erwähnt ist, ist es immer rnrn)

Besonderheiten:

E = dominant über e und e(hoch p), ee = verschleiert AA (unsichtbar), e (hoch p) dominiert über e

Augenfarbe:

Schwarz: BB , CC, PP

„Feuerauge/Blaues Auge :bb, cr cr, cr ca

Rubinauge : pr pr

Rot: cca, pp (= Palefaktor)

Der Mechanismus beim Feuerauge ist nicht eindeutig, da es bei den extrem dunkle, Schokos vorkommen kann, dass dies dunkele Augen habe und keine Feueraugen.

Haus- oder Liebhabermeerschweinchen

Meerschweinchen die im Liebhaberstandard gerichtet werden, werden in zwei Gruppen eingeteilt:

1. Kurzhaarige Tiere (überwiegend kurze Haare)

2. Langhaarige Tiere (überwiegend lange Haare)

Bewertung von Liebhaber- und Hausmeerschweinchen:

Die Bewertung besteht immer aus einer Bepunktung (Abzug je nach Schwere des Fehlers) und einer Erklärung des Richters, worin der Fehler besteht.

Unterstrichene Erklärungen führen zur Disqualifikation.

IV) Bepunktung

(1) Kondition 20 Punkte

(2) Gesamterscheinung 10 Punkte

(3) Verhalten 20 Punkte

(4) Fellpflege 20 Punkte

(5) Pflegezustand

a. Augen 10 Punkte

b. Ohren 10 Punkte

c. Krallen 10 Punkte

-----------------

100 Punkte

V) Prädikate

Vorzüglich = V -> 100-98 Punkte

Hervorragend = HV -> 97,5 -94 Punkte

Sehr gut = SG -> 93,5-90 Punkte

Gut = G -> 89,5-86,5 Punkte

Ausreichend = A -> 86-80 Punkte

Ungenügend = UNG -> 79,5-0

Disqualifiziert = DIS -> Ausschluss-Fehler, Krankheit, Trächtigkeit, Säugezeit der

Mütter, unterschrittenes Mindestgewicht (siehe

Ausstellungsordnung) oder Manipulation liegt vor

VI) Grundregeln für Abzüge bei der Bewertung

Zu (1): Kondition:

Das Hausmeerschweinchen soll kräftig und muskulös Gebaut sein, das Größen-Gewichtsverhältnis soll im normalen Bereich liegen.

Fehler :

- Zu dünn oder zu dick

Zu (2): Gesamterscheinung:

Unter Gesamterscheinung ist der „erst allgemeine Eindruck“ zu verstehen, noch bevor das Hausmeerschweinchen genauer Betrachtet wird.

zu (3): Verhalten:

Das Hausmeerschweinchen soll interessiert, neugierig und zutraulich sein.

Fehler:

- bissig

- zappelig

- desinteressiert

- ängstlich

zu (4): Fellpflege:

Das Hausmeerschweinchen soll ein glänzendes, sauberes Fell ohne kahle Stellen haben.

Fehler:

- stumpfes Fell

- dreckiges Fell

- verklebtes oder verfilztes Fell

- kahle Stellen

zu (5): Pflegezustand:

a. Augen:

Die Augen sollen trocken, glänzend und klar sein.

Fehler:

- tränende oder verklebte Augen

b. Ohren:

Die Ohren sollen sauber sein.

Fehler:

- dreckige oder verkrustete Ohren

c. Krallen:

Die Krallen sollen kurz und sauber sein.

Fehler:

- verdreckte Krallen - nicht geschnittene, lange Krallen

COPYRIGHT

Jegliche Vervielfältigung oder Veränderung, auch auszugsweise, bedarf der ausdrücklichen und schriftlichen Genehmigung des Meerschweinchen Clubs Bayern.

Der Reinerlös aus dem Verkauf des Standardwerkes (Schutzgebühr) kommt zu 100 % dem MCB e.V. zugute.